Ich mag gezielte Hilfe – betterplace.org

… weil ich relativ sicher weiß, wo sie ankommt.

Den Aufruf neulich bei Twitter fand ich Klasse. Da haben sich zwei junge Frauen ins Zeug gelegt, um die Vorort-Versorgung durch das Restaurant Mund-Art in Deggendorf zu unterstützen. Haben Geld von uns gesammelt über paypal, waren einkaufen und haben es zum Verteilerstützpunkt gebracht. Musste nicht lange überlegen und habe mich sofort beteiligt. Einfach, weil meine Unterstützung fast sichtbar für mich ankam. Und ich in diesem Fall, auch ohne selbst die Schippe zu schwingen, etwas das Gefühl hatte, ich würde vor Ort mithelfen. Mein tatsächlich körperlicher Einsatz scheiterte bisher an Entfernung und meiner eigenen Organisation. Dabei hätte ich gern mit zugepackt. Die Damen waren echt erfolgreich mit ihrem Aufruf. Chapeau!

Im Juli habe ich einen kleinen Auftritt. In einem Bistro. Unentgeltlich. Und auf Grund der aktuellen Lage habe ich mir vorgenommen, im Anschluss den Klingeltopf herumgehen zu lassen und den eingesammelten Betrag einem Hochwasserprojekt zu spenden. Das sind aber noch so viele Wochen. Ich schrieb also Ende letzter Woche einen bekannten Drucker an und fragte, ob er nicht Lust habe, mit mir zusammen etwas zu tun, um einen Betrag für ein bestimmtes Projekt zu mobilisieren. Er willigte ein, würde mit den Druckkosten um die Hälfte herunter gehen.

Die Zusage hatte ich also. Dann habe ich recherchiert. Zuerst wollte ich es ähnlich machen, wie ich es bei Twitter erlebt hatte. PayPal Konto einrichten, bzw. separate E-Mail-Adresse und dann den Betrag an das Restaurant spenden, weil die dort noch gut und gerne drei oder vier Wochen zu tun haben. Das stand dann auch soweit. Der Donate-Button von paypal war auf meiner Blogseite integriert und ich bat jemanden, eine Testspende zu erbringen.

Tja, und da wurde mir dann bewusst, woran es für mich scheitern würde. Die Möglichkeit der Anonymität wäre dahin. Für Spender und Empfänger. Da gerade die Tweeties sich in einem Schutzraum befinden, empfand ich das als unglücklich.

Da stand nun die Frage im Raum. Wie kann ich zu Spenden aufrufen, die anonym erbracht werden können und trotzdem bei einem Projekt landen, dass ich gezielt auswähle. Bei meiner Suche stieß ich dann auf betterplace.org … und fand nach längerem Klicken & Scrollen, dass es wie gemacht für mein Vorhaben schien. Ich konnte einen Button auf meiner Seite integrieren. Hätte auch ein Ziel einstellen können. Das hatte ich sogar. Stolze 1.000 EUR hatte ich da zu stehen als Wunschsammelergebnis. Dem Projekt »Mädchenheim & Reithof« fehlen aktuell noch über 8.000 EUR … Das Projekt habe ich aus mehreren vorgeschlagenen Hochwasser-Hilfe-Projekten ausgewählt. Nach persönlichem Ermessen. Jungen Mädchen und Frauen Halt zu geben, die ihn verloren haben, und sie damit auf einen hoffentlich guten Weg zu bringen, ist etwas, das mir nahe geht. Dieser Zufluchtsstätte zu helfen, mein Wunsch.

Quelle: Baba Yaga e.V. Mädchenheim & Reiterhof brauchen Hilfe!
Quelle: Baba Yaga e.V.
Mädchenheim & Reiterhof
brauchen Hilfe!

Aber wie nun die Sache mit dem Buch und warum überhaupt? Andauernd überlege ich hin und her, was denn nun psychologisch wie und bei wem wie ankommt. Auf den Punkt gebracht, ich will helfen und habe mir eingebildet, ich könnte mit dem Buch einen Anreiz schaffen, ein Dankeschön und die rechnerische Möglichkeit, meinen finanziellen Einsatz zu vermehren. Für einen wichtigen Zweck. Das kann nun aber so oder so bei euch ankommen. Der eine kann vielleicht das Wort »Spende« nicht mehr hören oder lesen. Der andere will vielleicht, wenn er spendet, nichts dafür bekommen. Den nächsten interessiert das Buch überhaupt nicht. Well.

Meine Gedanken auf das Hochwasser bezogen: Wir könnten alle betroffen sein. Von irgendwelchen höheren Gewalten überrollt werden. Und wie dankbar und glücklich wären wir, würden uns in so einer Situation Hilfe zukommen. Das Fahrgeld, welches ich aufbringen müsste, um Sandsäcke zu füllen, habe ich gespendet. Doch es muss keine Tankfüllung sein. Jeder Euro zählt!!

Ich brauche keine Belege von euch, dass ihr oder wie viel ihr gespendet habt. Es muss auch kein Zusammenhang zu eurem Nicknamen auf Twitter für mich ersichtlich sein. Ihr habt alle Möglichkeiten. Ihr könnt spenden, unterstützen, helfen, nennt es, wie ihr wollt. Und es dabei belassen. Oder ihr wendet euch danach mit einer E-Mail an fluthilfe@jedichtet.de – dort brauch ich einfach eine Anschrift, an die das Buch gehen soll.

Ich versichere, dass die Daten, die ihr mir per E-Mail sendet, nicht an Dritte weitergegeben werden. Eure Eingaben bei betterplace.org sehe ich nicht. Lediglich dass und eventuell, wie viel gespendet wurde. Es sei denn, ihr seid dort registriert. Das kann man, muss man aber nicht sein. Und jetzt seid ihr dran. Wenn ihr es wollt.

http://www.betterplace.org/en/fundraising-events/eine-laterne-fuer-hochwasserhilfe

Ihr könnt ja eure Meinung mal dazu schreiben. Interessiert mich, wie so ein Aufruf auf euch wirkt.

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