„Die Pause“ – SpaceNet Award – virtuelle Gala 2020

Pause in St. Emilian

Das Thema war „Die Pause“. Ich habe zum Jahresbeginn ein paar Geschichten dazu geschrieben, und in vorhandenen Geschichten nach passenden gesucht, denn es durften mehrere eingesendet werden. Und, wie soll es bei einem Unternehmen, wie der SpaceNet AG, auch anders sein, ich habe meine Texte auf deren Webseite hochladen dürfen. Und dann bangen. Warten. Rätseln.

Jetzt steht der Sekt kalt. Über den Pizzabelag wurde entschieden. Danke, tuesday.coworking, dass wir den Fernseher samt Meetingroom nutzen dürfen, um der ins Internet verbannten Gala beiwohnen zu können.

„Schade …“, sagt die Freundin, „… dass die eigentliche Gala ausfällt.“
Und ich denke, ja, so weiße Tischtücher … vor einer Bühne … und das auch noch in München, scho schee. Aber sie soll doch nicht traurig sein, das wird auch in Berlin schee gnuag.

Nun ist es so weit. Heute können wir/ ihr dabei sein und erfahren, wer es ins Buch geschafft hat. Welche 30 Fotografien und welche 30 Kurzgeschichten haben den Nerv der Jury getroffen und werden veröffentlicht? Uuuund …, „Tadadadaaaa!“,… wer werden die Glücklichen sein, die in der jeweiligen Kategorie einen der ersten drei Plätze ergattern??

Für das Programm, das wir heute ab 20:30 Uhr virtuell verfolgen dürfen, hat das Münchener Unternehmen eigens ein Studio eingerichtet. Viel Engagement für uns Künstler, frei nach dem Motto, wir bringen euch die Gala nach Hause. Danke dafür!

Ob aus Neugier, Langeweile oder weil du einem der Teilnehmer die Daumen drücken willst,
hier ist der Link für den Livestream: https://www.space.net/spacestream

Und jetzt durchsuche ich meine Mitgift nach weißen Tischtüchern 😉

Jubelhüpf-Jo.

Challenge accepted!

Ich habe mit Erstaunen festgestellt, dass 2019 auf dieser Seite nur einen einzigen Angst-Artikel hervorbrachte. Einen, aus Angst davor geschriebenen, dass sich sonst 2019 gar nichts hier bewegt hätte (Ich bin mir bei der Kommasetzung unsicher, aber man versteht mich sicher auch mit Unsicherheit im Kopf, also in meinem. Wenn in deinem auch, um so besser!) Das geht nun wirklich nicht!

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KEIN OSTERSPAZIERGANG

Wie jeden Morgen kurz vor Fünfe
sprang ich heut in warme Strümpfe
kochte frischen Ingwertee
gegen Wetter-Weh-oh-Weh

Die Vögelei vor meinem Haus
lockte mich so früh heraus
kunterbunt vor blauem Grund
tat sie ein paar Verse kund

Der letzte Schnee fällt sicherlich
Heut und morgen doch noch nicht
Erst am Dienstag wird es heiß
wie jedes kleine Handy weiß

Also zupf ich die Gitarre
gegen Frühjahrskältestarre
und lauf Runden um den Block
gegen Osterkälteschock

Was macht ihr so? Eiersuchen?
Kaffee trinken? Mampft ihr Kuchen?
Oder das, was sinnlos ist:
übers Osterwetter fluchen?

Ich hab gut reden, ja, ich weiß.
Wer Winters in den Sommer reist,
dem ist das Osterwetter schnuppe,
so wie ein Nutzer dessen Puppe.

Der letzte Vers entlarvt mit Mist,
das dies kein Text für Kinder ist.
Vielleicht auch, dass grammatikalisch
bei mir so mancher Satz am Arsch ist.

Wie dem auch sei, ich wollte reimen,
und Dichters Freiheit ist mir eigen.
Bei Mama gab es Hasenbraten,
mehr werde ich jetzt nicht verraten.

Wer bis hierher gelesen hat,
dem geb ich einen guten Rat:
Schließ für heut das Internet,
nimm dir ein Buch und geh ins Bett!

Frohe Ostern, liebe Freunde!

© Jo Lenz, 01.04.2018

Die Zeit, die ich habe.

Die Zeit … die Zeit. Ich habe acht Wochen. Und habe dennoch Angst, dass sie mir zwischen den Fingern zerrinnen wird. Weil ich sie damit verbringe, aufs Meer zu sehen. Mein Gesicht in die Sonne zu recken. Den Felsen dabei zuzusehen, wie sie unter der Flut verschwinden und wieder hervorragen.   „Die Zeit, die ich habe.“ weiterlesen

Du liebes altes Jahr …

… es ist nicht so, dass ich dein Vergehen ignorieren will. Das ginge allein durch die ringsum detonierenden Böller schon seit Tagen nicht. Freilich, heute verstärkt, so dass ich vorhin froh war, nach dem Stelldichein mit meinen Kindern beim Koreanischen BBQ, wieder heil Zuhause gelandet zu sein, wo die letzten Reste meiner ersten beiden Knäule „Noro Silk Garden“ darauf warteten, in den Streifen eines Schales verschlauft, naja, ganz einfach verstrickt zu werden, denn, ja, sie hat wieder zugeschlagen, die Winterdepression abwehrende Wollrausch- und Stricksucht. Kann ich nur empfehlen … „Du liebes altes Jahr …“ weiterlesen

Zieht euch die Schuhe aus!

Nach 32 Kilometern über wechselnde Untergründe, manche davon fakirtrainingstauglich, kann man tags darauf spüren, welche Muskeln in Füßen und Waden eigentlich für unsere Fortbewegung, die naturgemäß barfuß stattfinden würde, zum Tragen kommen, vorausgesetzt man geht sie barfuß. Ganz nebenbei lässt sich Berlin mal ganz anders erleben und erspüren.

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tick tack

das herz schlägt im hals
will hinaus
bricht am boden
und es schreit
weil es schmerzt
sag wann hab ich verloren
und es springt und
es tobt und
es springt
bis es

schweigt

tick
tack
tick
tack

zeit
heilt

tick-tack

LIEBE, DU!

Die Blüte, die ich liebe, ob ihrer Schönheit, ich sehe ihr zu, wie sie wächst, sich entfaltet … und vergeht, um dem Weiterleben Raum zu geben. Der Baum, der mir in der Hitze Schatten spendet, ich bin froh und dankbar, dass er steht, wo er steht. Komme ich bei Blüten und Bäumen nur nicht auf die Idee, Einfluss zu nehmen, weil sie mir vollkommen erscheinen? Da ich kein Rosenzüchter bin … das Einfache in mir liebt, was es liebt, weil es genau so ist. Oder eben nicht. Und in der Liebe zu einem Menschen?
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