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Vollmond

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image1Sure, you will Palermo

Der Mond
voll von Leuchten,
als erster Gruß für das, was kommt –
lockend wie gestern,
heute ohne Wolken und nachtlos,
weil die Sonne
auf der anderen Seite der Brücke
im Sinken noch ihr Licht lässt
und die Himmelsfarbe
blassen Aprikosen gleicht –
steigt er über die Stadt
und wandert.

Eine Mutter schickt acht Kinder
an die schwarze Seite des Kanals –
Bäume versinken in ihren Schatten –
und ich sehe den Enten nach,
bis sie mir aus den Augen schwimmen,
wie kleine Ratten,
die gestern auf dem Vordach,
als wir beim Bier saßen und
ich an dir vorbei aus dem Fenster sah,
nur kurz, weil unsere Hände sich berührten,
herauszufinden, wie viel da gehen würde,
könnte einer den ersten Schritt zum anderen
über die erste Berührung hinaus –

Der Mond zieht weiter.
Mich hält ein Schwanenpaar
und die Erinnerung an letzte Nacht
viel weiter darüber hinaus …

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