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Tierische Rassentrennung

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ich liebe fleisch
– hei sch meckt dir
ohne soß überhaupt
der kloß – allein rutscht
auf dem teller schneller
ess ich drum und guck
mich nimmer um wo fleisch
vor mäulern liegt da siegt
die ignoranz und ganz allein
das wissen auch tiere müssen
derweil wir liebend küssen
ein recht auf leben geben
wir nur hund und katz
wieso denn nur du
schatz ist leid
legitimiert
wer alles
wird geschmiert
um uns so satt zu kriegen
dass wir am meisten lieben
uns dabei nichts zu denken

ich liebe fleisch
wenns warm ist
fell hat springt
vor glück
ins biospärenreservat
zurück wollt ich
als wenig weiter
schild und gestank
– hier schluss mit heiter –
lasen wir benommen
nicht näher heran zu kommen
das mastvieh wäre kostbar
sein haus das war es nicht

ich krallte hände in den zaun
wollt weiterhin mit grauen schaun
das mir bei dieser mast im kopf
zerspringt und tränen ringt

fünfhundert meter vorher nur
da schützt der mensch ein stück natur
wo er es schützenswert erdenkt
dort grasen alte rinderrassen
hier vergasen wir in massen
nur dort wo wir es denken
mit fleisch auf tellern lenken
wir diesen wahnsinn mit

ich krallte hände in den zaun
wollt weiterhin mit grauen schaun
das mir bei dieser mast im kopf
zerspringt und tränen ringt

womit mich dieses bild berührt
was heiß um meine kehle schnürt
wir finden nur bei menschen schlimm
das wegschaun geht nicht aus dem sinn
vor dieser lagerhaltung und tötungssauereien
sie müssen mir verzeihen dass mich die frage packt
wieso denn tiere mehr leiden als leben
um klößen auf tellern einen platz zu geben

© Jo Lenz, urlaubsrückblickssauerei in wort und bild

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